Start Sitzvolleyball WM im Iran: Positiver Trend im JuniorenSitzvolleyball
Samstag, 11. September 2010
WM im Iran: Positiver Trend im JuniorenSitzvolleyball PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Winkler Andreas   
Samstag, den 09. Januar 2010 um 21:21 Uhr
Einen nicht ganz alltäglichen Turnierort hatte die Weltorganisation Behinderten-Volleyball (WOVD) für die WM der Junioren gewählt. Oder wussten Sie, dass Sitzvolleyball im  das Iran einen besonders hohen Stellenwert besitzt?
Alle Spiele wurden dort live im Fernsehen übertragen, der alte und neue Weltmeister ist zudem der Iran. Deutschlands Junioren haben bei der WM eine Medaille nur knapp verpasst. Sie kamen allerdings auf einen guten vierten Platz.
Insgesamt setzt sich so für die deutschen JuniorenSitzvolleyballer der positive Trend der letzten Jahre fort, so die Einschätzung von Jörg Frischmann, Leiter der Abteilung Behindertensport beim TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Elf des deutschen Teams bestand aus: Jan Gey und Hamed Hajizada (beide aus Leipzig), Dominik Albrecht, Mats Bastian Gerhard, Stefan Hähnlein, Julian Pakos, Barbaros Sayilir, Mathis Tigler und Lukas Schiwy (alle aus Leverkusen), sowie Peter Schlorf und Törsten Stöter aus Magdeburg.
Das Team der JuniorenBundestrainer Markus Rennecke und Co-Trainer Robert Grylak spielte in der Gruppe B gegen Russland, den Irak und die Ukraine. Gruppen-Favorit war Russland. Der Irak und die Ukraine hatten vorher noch nie an Juniorenmeisterschaften teilgenommen. In der nicht so stark besetzten Gruppe A spielten der Turnierfavorit Iran, sowie die Teams aus Kroatien, Brasilien und Kasachstan.
Mit diesen insgesamt acht Teams verzeichnete die WOVD einen neuen Teilnehmerrekord bei einer Junioren-WM. Auftaktspiel gegen die Ukraine gewann Deutschland glücklich mit 25:23. Der vermeintliche Außenseiter Deutschland war jedoch zufrieden mit diesem Ergebnis. Am Abend des Spiels lud die Bayer AG zu einem Abendessen in der iranischen Stadt Mashad ein, in der auch das Spiel stattgefunden hatte.
Am Ende der Gruppenphase hatte sich das Team von Markus Rennecke sogar den zweiten Platz in seiner Gruppe sichern können. Es hätte also durchaus auch mit einer Medaille klappen können, was dem Team 2007 zum letzten Mal bei einer Weltmeister geglückt war.

Der Leverkusener Nachwuchsspieler Julian Pakos gab gegen den Irak Ende des ersten Satzes sein Debüt im deutschen Team. Unterstützt wurde die deutsche Nationalmannschaft im Junioren-Sitzvolleyball übrigens durch vier mitgereiste Fans, die das Team vor Ort im Iran nach besten Kräften anfeuerten. Im Iran selbst jedoch besitzt der Sitzvolleyball einen hohen Stellenwert. Alle Spiele des iranischen Teams wurden live im Fernsehen übertragen, zudem gab es jeden Abend Zusammenfassungen aller Spiele. So wurde auch das Halbfinale zwischen dem Iran und Deutschland im iranischen Fernsehen live übertragen.
Der Halbfinalbegegnung wohnten circa 1000 Zuschauer bei. Deutschlands Junioren verloren allerdings gegen den WM-Favoriten erwartungsgemäß mit 0:3. Aus gesundheitlichen Gründen mussten die Deutschen auch kurzfristig auf Libero Jan Gey verzichten.
Das Rennecke-Team konnte in allen drei Sätzen bis Mitte des Satzes gut mithalten. Doch am Ende war die Fehlerquote im deutschen Spiel einfach zu hoch.
So lautete das Ergebnis nach Sätzen 25:12, 25:18 und 25:19 für den Iran.
Beste Akteure bei den Deutschen waren Peter Schlorf aus Berlin und der Leverkusener Barbaros Sayilir.
Trotz der Niederlage konnten die deutschen Junioren erhobenen Hauptes die Halle verlassen.
Keine Mannschaft hatte zuvor so viele Punkte gegen die Iraner geholt.

Darüber hinaus konnte der Iran das gesamte Spiel mit seiner Stammformation aufwarten.
Im Spiel um den dritten Platz unterlag Deutschland schließlich Kasachstan mit 0:3.
Das Spiel gegen die Überraschungsmannschaft des Turniers verlief dabei über weite Strecken ausgeglichen. Doch am Ende hatte Deutschland mit 23:25, 22:25 und 21:25 das Nachsehen. Im Finale besiegte der Iran Russland mit 3:0.

Der Leverkusener Mats Bastian Gerhard: "Das Endergebnis spiegelt den Turnierverlauf wieder. Platz 4 ist für unser junges Team ein Erfolg. Mit Torben Schiewe wären wir selbst gegen diesen Iran nicht chancenlos gewesen. Speziell für unsere jungen Spieler war die WM im Iran ein tolles Erlebnis. Sie sind jetzt noch motivierter und wollen den Sprung in die Stammformation schaffen."
Nun gilt es, in den kommenden Monaten die neue Nationalmannschaft einzuspielen. Mit Torsten Stöter,Torben Schiewe und Hamed Hajizad sind drei Spieler des diesjährigen Kaders aus Altersgründen nicht mehr bei den Junioren spielberechtigt.


Quelle: "Orthopädie Technik Sport 12/09

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. April 2010 um 14:49 Uhr
 

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