Start Sitzvolleyball
Montag, 06. September 2010
DM im Sitzvolleyball in Leverkusen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 04. August 2010 um 12:44 Uhr
die  Deutschen Meisterschaft im Sitzvolleyball finden am  09.-10.10,2010 in Leverkusen statt.

mehr Info finden Sie in der Ausschreibung im Eventbereich unserer Website
 
Sitzvolleyball : Geschmackvolles Abenteuer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Winkler Andreas   
Dienstag, den 08. Dezember 2009 um 10:11 Uhr
Dinslaken, 13.11.2009, Nils Balke

Voerde. Mathis Tigler hatte bei seiner Ankunft am Düsseldorfer Flughafen zwar keine Medaille im Gepäck, war aber dafür um wertvolle Erfahrungen reicher. Der 13-jährige Voerder Gymnasiast nahm an der der Sitzvolleyball-Weltmeisterschaft im Iran teil.

Die deutsche Junioren-Nationalmannschaft verlor gegen Kasachstan im Spiel um den dritten Platz 0:3. Und Mathis musste zu Hause seinen Eltern und Mitschülern Fragen über Fragen beantworten. Denn vieles von dem, was er während des einwöchigen Aufenthalts in der Stadt Maschhad erlebte, war ihm völlig neu - nicht nur in kultureller, sondern auch in kulinarischer Hinsicht. „Ein geschmackvolles Abenteuer", meint Mathis, sei inbesondere die iranische Küche gewesen. „Dort gab es meistens Lamm, Huhn oder Kebap mit Brot, aber natürlich kein Schwein. Das war für mich ungewohnt. Doch ich habe alles einfach mal ausprobiert." Lächeln

Nicht minder gewöhnungsbedürftig war in Mathis' Augen die Verkehrsregelung. Mit der Mannschaft musste er im Bus vom Hotel 20 Minuten zur Halle zurücklegen. „Der Straßenverkehr läuft dort vollkommen anders. Es gibt keinen Mittelstreifen, jeder fährt nach Gefühl und ziemlich schnell." Im Bus saß Mathis trotz der Unwägbarkeiten und des leichten Unsicherheitsgefühls aber immer gerne: „Schließlich gab es draußen viel zu gucken."

Die deutschen WM-Teilnehmer nutzten gemeinsam ihre Freizeit, um Kultur und Bauwerke kennenzulernen. Maschhad, 850 Kilometer östlich von Teheran gelegen, gilt als bedeutendes religiöses Zentrum, das jährlich von mehr als 100 000 schiitischen Pilgern besucht wird. Besonders in Erinnerung blieb Mathis die Besichtigung der heiligen Gohar-Shad-Moschee. „Das hat mir sehr gut gefallen. Die Leute waren sehr gastfreundlich und nett."

Der sportliche Höhepunkt war für Mathis das Halbfinale gegen die Gastgeber, das sogar im iranischen Fernsehen übertragen wurde. Für die Deutschen war der spätere Turniersieger noch eine Nummer zu groß. „Bei denen sitzt einfach jeder Ball", weiß Mathis. Aber bei der 0:3-Niederlage erzielte die Mannschaft von Trainer Markus Rennecke so viele Punkte gegen den Iran wie kein anderes Team. Obwohl es dann gegen Kasachstan auch nicht für Platz drei reichte, gab's ein Lob von Coach: „Der Trainer hat uns gesagt, dass er mit unserer Leistung sehr zufrieden war."

Mit seinem Team von Bayer Leverkusen bereitet sich Mathis, der aufgrund einer Krebserkrankung 2003 den linken Unterschenkel verlor, nun auf das nächste Turnier am kommenden Wochenende in Nienburg vor. Mit der Junioren-Nationalmannschaft hat der Voerder Schüler noch ein Jahr Zeit zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft. 2010 wollen Renneckes Sitzvolleyballer dann in Russland einen Platz unter den ersten Drei holen.

 

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Was ist eigentlich Sitzvolleyball? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Winkler Andreas   
Dienstag, den 02. September 2008 um 22:08 Uhr

Was ist eigentlich Sitzvolleyball?

Sitzvolleyball ist eine Variante des Volleyballspiels, die vor allem für Sportler mit Beinbehinderungen geeignet ist, da die Prothesen nicht benötigt werden. Kennzeichnend ist der integrative Charakter dieser Sportart auf nationaler Ebene, da sie ein Miteinander von Behinderten- und Nichtbehindertensportlern ermöglicht. Der wichtigste Faktor hierbei ist, dass die Körperbehinderung keinen Nachteil ausmacht.

Die Mannschaften setzen sich jeweils aus sechs Spieler/innen zusammen, wobei auf nationaler Ebene mindestens 4 Spieler/innen mit einer Behinderung auf dem Feld sitzen müssen. Bei offiziellen internationalen Veranstaltungen müssen hingegen mindestens 5 Spieler/innen mit einer Behinderung eingesetzt werden. Grundsätzlich ist ein Spieler international spielberechtigt, wenn er das sogenannte „Minimal Handicap" vorweisen kann - wenn er also nicht im Stehen spielen kann.

Das Spiel

Gespielt wird nach den internationalen Volleyballregeln auf einem 6x10m großen Feld über eine Netzhöhe von 1,15m (bei Frauen 1,05m). Die Techniken sind hierbei grundsätzlich mit denen im Volleyball vergleichbar, wobei die Fortbewegung am Boden mit Hilfe von Armen und Beinen erfolgt. Einzige Unterschiede zum Volleyball sind das mögliche Blocken der Aufgabe und der vorgeschriebene Bodenkontakt des Rumpfes zum Zeitpunkt der Ballberührung.

Herkunft

Sitzvolleyball kommt ursprünglich aus den Niederlanden und wird dort in einem zweistufigen Ligensystem gespielt, bei dem auch Spieler/innen ohne Behinderung eingesetzt werden. Sitzvolleyball wird seit nunmehr 40 Jahren in über 60 Ländern der Welt gespielt und seit 1980 als paralympische Sportart akzeptiert.

Verbindung von Dynamik und Technik

Durch die kurzen Entfernungen wird Sitzvolleyball zu einem der schnellsten und dynamischsten Ballspiele überhaupt. Das Spiel auf einem hohen technischen Level macht es für Zuschauer zu einem spannenden und attraktiven Erlebnis. Die athletischen Fertigkeiten der Behinderten können hier auf einem hohen Niveau präsentiert werden.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 08. Dezember 2009 um 10:26 Uhr
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