Weg zum Funktionstraining

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Ihr Weg zum Funktionstraining in Brandenburg

  1. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Verordnung für das Funktionstraining (Formular 56 oder Formular G850).
  2. Reichen Sie das ausgefüllte Formular bei ihrer Krankenkasse ein und lassen Sie sich die Kostenübernahme bestätigen.
  3. Auf der Homepage des Behinderten-Sportverbandes Brandenburg finden Sie eine Datenbank (Link setzen), die Ihnen einen Verein nennt, der in ihrer Nähe Funktionstraining anbietet.
  4. Nehmen Sie Kontakt zum Verein auf.
  5. Teilnahme am Funktionstraining.
 
Rehasport Teilnehmer Beispiel Formular56 1 2 Rehasport Teilnehmer Beispiel Formular56 2 2 Rehasport Teilnehmer Beispiel FormularG850
Formular 56 Vorderseite Formular 56 Rückseite Formular G58

 

Das ist Funktionstraining

Funktionstraining kommt für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in Betracht, um sie möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben einzugliedern. Insbesondere kann Funktionstraining bei Erkrankungen oder Funktionseinschränkungen der Stütz- und Bewegungsorgane angezeigt sein.

Funktionstraining findet in Gruppen statt

Funktionstraining umfasst bewegungstherapeutische Übungen, die in der Gruppe unter fachkundiger Leitung vor allem durch Physiotherapeuten, Krankengymnasten oder Ergotherapeuten im Rahmen regelmäßig abgehaltener Übungsveranstaltungen durchgeführt werden. Funktionstraining wirkt gezielt auf spezielle körperliche Strukturen (Muskeln, Gelenke usw.) der behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen ein und ist im Wesentlichen organorientiert.

Das gemeinsame Üben in festen Gruppen ist Voraussetzung, um gruppendynamische Effekte zu fördern, den Erfahrungsaustausch zwischen den Betroffenen zu unterstützen und damit den Selbsthilfecharakter der Leistung zu stärken. Neben den bewegungstherapeutischen Übungen können Gelenkschutzmaßnahmen und die Einübung im Gebrauch technischer Hilfen und von Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens Bestandteil des Funktionstrainings sein.

Keine Kosten oder zwingende Mitgliedschaft

Haben Teilnehmer eine durch ihre Gesetzliche Krankenkasse oder Rentenversicherung genehmigte ärztliche Verordnung, entstehen keine Kosten. Auch eine zwingende Mitgliedschaft im Sportverein zur Durchführung des ärztlich verordneten Funktionstrainings ist nicht nötig.

Kostenlos und zeitlich begrenzt: Kerndaten zum Funktionstraining

Funktionstraining findet als Trocken- oder Wassergymnastik statt. Die Verordnung läuft über 12 oder 24 Monate. Das Funktionstraining soll 1 bis 3-mal in der Woche durchgeführt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.

Die Dauer einer Übungsveranstaltung soll grundsätzlich mindestens 30 Minuten bei der Trockengymnastik beziehungsweise grundsätzlich mindestens 15 Minuten bei der Wassergymnastik betragen.

Ziele des Funktionstrainings

Ziel des Funktionstrainings ist der Erhalt und die Verbesserung von Funktionen sowie das Hinauszögern von Funktionsverlusten einzelner Organsysteme/Körperteile, die Schmerzlinderung, die Bewegungsverbesserung, die Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und die Hilfe zur Selbsthilfe.

Hilfe zur Selbsthilfe hat zum Ziel, Selbsthilfepotentiale zu aktivieren, die eigene Verantwortlichkeit des behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen für seine Gesundheit zu stärken sowie ihn zu motivieren und in die Lage zu versetzen, langfristig selbstständig und eigenverantwortlich Bewegungstraining im Sinne eines angemessenen Übungsprogramms durchzuführen, z. B. durch die weitere Teilnahme an Bewegungsangeboten auf eigene Kosten.