Die Olympiasieger von morgen eifern den Stars von heute nach

Geschrieben von Inga Böddeling/Berliner Morgenpost am . Veröffentlicht in JTFP


Jugend trainiert Logo RGB   Der Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert“ feiert sein 50-jähriges Jubiläum und will auch in Zukunft neue Talente entdecken.


Berlin. Jerome Boateng musste im Tor stehen, weil sich der Keeper verletzt hatte. Britta Steffen erkannte, dass man als Schwimmerin auch im Team arbeiten kann. Und Diskuswerfer Robert Harting, ja für Robert Harting begann damals, Anfang der 1990er Jahre beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ seine ganz besondere Beziehung zum Berliner Olympiastadion.
Viele Schüler von damals sind heute erfolgreiche Leistungssportler

Jubiläumsbotschafter für „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“: Schwimmerin Britta Steffen, Para-Kugelstoßer Matthias Schulze, Ruderin Ronja Fini Sturm, Ruderer Max Munski, Turner Philipp Boy und Diskuswerfer Robert Harting.


„Damals war das Olympiastadion für mich ein großes dunkles Loch. Ich hatte Gänsehaut. Jetzt ist es Teil meines Lebens, hier habe ich meinen ersten WM-Titel gewonnen“, sagt der Berliner am Mittwoch bei einer Veranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“.

Denn aus dem Schüler, der mit großen Augen in das dunkle Loch einlief, ist ein Olympiasieger geworden. Viele andere Teilnehmer haben es in den vergangenen 50 Jahren zum Welt- oder Europameister, zum Medaillengewinner geschafft.
Wichtiger Beitrag zur Nachwuchsförderung im deutschen Sport

„Das sind schon Idole und die sind wichtig, um sich zu motivieren“, sagt Tischtennisspielerin Anna, die mit ihrer Schule aus Marbach beim Frühjahrsfinale in Berlin noch bis Freitag um den Titel des Bundessiegers kämpft.

Dass der weltweit größte Schülersportwettbewerb jährlich 800.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland vereint, zeigt, welche Wirkung das Format für die Nachwuchsförderung und dich Sichtung von neuen Talenten hat.

„Wir begeistern junge Menschen für den Sport und das gelingt seit vielen Jahren. Deshalb ist der Wettbewerb auch zukunftsfähig“, sagt Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes (LSB). Denn trotz der langen Tradition ist das Format, bei dem Schulen aus allen 16 Bundesländern in 26 olympischen und paralympischen Sportarten gegeneinander antreten noch lange nicht verstaubt.
Große Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion

„Man kann dort lebensbereichernde Erfahrungen sammeln“, sagt Britta Steffen, die mit Robert Harting und einigen anderen den 50. Geburtstag von „Jugend trainiert“ als Jubiläumsbotschafterin unterstützt. Die Feierlichkeiten werden am 23. September im Olympiastadion eröffnet, wo die Teilnehmer des Herbstfinals wie bei Olympia einlaufen werden.

Ein türkisfarbener Bus wird durch Deutschland touren und an 50 Orten mit 50 erfolgreichen Sportlern aus den vergangenen Jahren für „Jugend trainiert“ werben. Damit die Suche nach den Olympiasiegern von morgen noch mindestens 50 Jahre weitergeht.

 

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