Regeln-Rudern

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Die Entwicklung des Pararuderns begann in Deutschland in den 90-iger Jahren. Seit 2005 ist Pararudern im Programm der paralympischen Spiele. Gerudert wird seit 2017 wie bei den Menschen ohne Behinderung über 2000 Meter. Bis 2016 wurden bei den paralympischen Spielen die Medaillen noch über 1000 Meter ausgerudert.

 

Die historischen Bootsklassen

Im Leistungssport gibt es die paralympischen Bootsklassen. In diesen Bootsklassen rudern die Parasportler die Medaillen während der paralympischen Spielen und den Weltmeisterschaften aus:

  • Einer Skull für Männer (=ASM) und Frauen (ASW) in der Schadensklasse Arm and shoulders
  • Mixed Doppel Skull (=TAMix 2x). Hier starten gemeinsam eine Frau und ein Mann der Schadensklasse Trunk, Arms. ( Oberkörper und Arme)
  • Mixed 4-er (=LTAMix4+) mit zwei Frauen und zwei Männern der Schadensklasse Leg, Trunk, Arms ( Körper ist mit geringen Einschränkungen für den Vortrieb einsetzbar)

Zu den Weltmeisterschaften ist eine weitere Bootsklasse erlaubt:
• Mixed Doppel Skull (=LTAMix2x) mit einer Frau und einem Mann der Schadensklasse Leg, Trunk, Arms

 

Veränderungen mit Jahresbeginn 2017

Seit 2017 haben die Bootsklassen neue Bezeichnungen erhalten:

• Aus dem AS wurde der PR1 (Bootsbezeichnungen PR1 M1+; PR1 W1+)
• Aus dem TA entstand der PR2 (Bootsbezeichnungen PR2Mix2x; PR2M1x; PR2W1x)
• Aus dem LTA wurde der PR3 (Bootsbezeichnung PR3Mix2x; PR3Mix4+; PR3M2-; PR3W2-)

Bei den Bootsbezeichnungen wird mit vielen Abkürzungen gearbeitet:
+ = Skullboot
X = Riemenboot mit Steuermann
- = Riemenboot ohne Steuermann
M = Men (Männer)
W = Women (Frauen)

Zusätzliche Bootsklassen seit Oktober 2017

Auf dem FISA Congress in Sarasota am 2.10.2017 wurden weitere Bootsklassen in den Wettkampfsport aufgenommen:
• TA1W/TA1M: Oberkörper und Arme im Einer; Weiblich bzw. Männlich, Skullboot
• LTA2-M/LTA2-W: Körper ist mit geringen Einschränkungen für den Vortrieb einsetzbar, reines Damen bzw. Männerboot.

 

FISA entscheidet über Bootsklassen

Alle weiteren Bootsklassen werden in den Breitensport eingeordnet. Die Entscheidungen, welche Bootsklassen ins Programm aufgenommen werden, wird auf dem FISA Congress behandelt und entschieden. Nachzulesen sind die Regeln in den FISA Statuten, den Rules, z.B. auf der Internetseite der FISA „ http://www.worldrowing.com
Für Menschen mit geistiger Behinderungen sind prinzipiell alle Bootsklassen möglich. Ein Wettkampfbetrieb für diese Behinderungsart ist derzeit nicht vorhanden. Es gibt wenige Bemühungen auf nationaler Ebene. Hier geht es vor allem um die Intergration dieser Gruppe in den normalen Sportbetrieb und die Erhaltung von Gesundheit, Kenntnissen und Fertigkeiten. Zudem