Brandenburger Abend

Geschrieben von Luisa Wieczorke am . Veröffentlicht in Sportnachrichten


presse

Beim Brandenburger Abend wurde Bundesstützpunkttrainer Renée Schmidt für seine herausragenden Leistungen und für den Erfolg seiner AthletInnen geehrt. Ebenfalls gwürdigt wurde die ehemalige Präsidentin des BS Brandenburg, Sigrid Finck, für ihre langjährige sowie großartige Arbeit im Verband. 
" 2021 sollte für den Brandenburger Para Sport und seine drei Bundesstützpunkte ein ganz besonderes Jahr werden.
In Tokio bei den Paralympics gelang es dem Team aus Brandenburg mit dem Gewinn von insgesamt 10 Medaillen seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll nachzuweisen. Herausragend schnitten dabei die Para Radsportler mit 2x Gold, 1x Silber und 3x Bronze ab. Am Bundesstützpunkt in Cottbus hat als Stützpunkttrainer ein Mann einen ganz besonderen Anteil an diesen Erfolgen. Als Frontmann des Teams am einzigen Bundesstützpunkt Para Radsport führte Renée Schmidt gemeinsam mit seinem Trainerteam seine Sportlerinnen und Sportler 2021 zu Erfolgen, die ihresgleichen suchen.

Neben den 6 Paralympischen Plaketten gewannen die Para Radsportler*innen aus Cottbus bei WM und EM weitere 21 Medaillen und das ist nur die Bilanz des Jahres 2021.

Mitte der 1980er Jahre beendete Reneé Schmidt seine eigene Laufbahn als Straßenrennfahrer. Nach seinem Wehrdienst machte er eine Ausbildung beim Reichsbahnausbesserungswerk in Cottbus.
Nach der Wende arbeitete Schmidt als Fahrradmechaniker. Als solcher war er in der Werkstatt des RSC Cottbus tätig, später betreute er das Material beim Team Agro-Adler Brandenburg und war dort Sportlicher Leiter. 1996 übernahm er seine erste Gruppe als Trainer, zu der unter anderem Maximilian Levy, der unter seiner Ägide fünf Junioren-Weltmeistertitel errang, und die Keirin-Weltmeisterin Christin Muche gehörten. 2007 wechselte er als Trainer an das World Cycling Centre in der Schweiz und trainierte ab 2010 die Nationalmannschaft der Vereinigten Emirate.

Nach einem kurzen Abstecher als Erzieher im Haus der Athleten in Cottbus, begann er ab 2014 zuerst auf Minijobbasis für den Para Radsport in Cottbus zu arbeiten. Mit dem Übergang in die Hauptamtlichkeit im Jahr 2015 begann unter seiner Ägide am paralympischen Zentrum in Cottbus eine rasante Entwicklung, die darin mündete das der Stützpunkt in Cottbus durch den DBS als Paralympischer Stützpunkt anerkannt wurde und seit dem 01.01.2021 offiziell als Bundesstützpunkt Para Radsport anerkannt ist.

Renée lebt als Vollbluttrainer allen vorbildlich vor, wie es möglich ist mit viel Herzblut gemeinsam mit seinen Sportler*innen solch riesige Erfolge zu erreichen. Seine optimistische, aber auch fordernde Art wird von allen geschätzt und er ist selbstredend als Fachmann für den Radsport nicht nur in Brandenburg hoch anerkannt.

2017 wurde mit Reneé Schmidt erstmalig ein Trainer aus dem Para Sport als Trainer des Jahres von Brandenburg geehrt und von der Deutschen Olympischen Gesellschaft mit der Leistungsplakette ausgezeichnet."
so Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg, in ihrer Laudatio zu ehren Renée Schmidt, Bundesstützpunkttrainer Para Radsport . 

Foto von Renée Schmidt und Britta Ernst
Renée Schmidt und Britta Ernst ©picture alliance / DBS


















 Dr. Martina Münch, Vizepräsidentin des BS Brandenburg, über Siegrid Finck und ihre außerordentliche Arbeit im BS Brandenburg: "Wir wollen uns bei unserer ehemaligen Präsidentin Sigrid Finck für ihre langjährige Arbeit im BS Brandenburg recht herzlich bedanken. Nachdem Sigrid aus persönlichen Gründen im März 2019 alle Ämter im Verband niederlegen musste, wollen wir auf diesem Wege Danke sagen. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Sigrid mit ihrer aufopferungsvollen Arbeit das Gesicht des Verbandes wesentlich geprägt hat.

Sie war seit der Gründung des BSB im November 1990 im Behindertensport des Landes mit an Bord. Nachdem sie 1996 ins Präsidium gewählt wurde, übernahm sie dort zunächst die Position der Vizepräsidentin.

Nach Umstrukturierungen im Präsidium wurde sie 1998 Präsidentin des BSB.
Nachdem die Geschäftsstelle des Verbandes 2003 von Cottbus nach Templin umgezogen ist, gelang es dem Verband unter der Leitung von Sigrid, sich finanziell auf gesunde Füße zu stellen. Damit begann für den BSB eine sehr gute Entwicklung, mit einer deutlichen Stärkung des hauptamtlichen Apparates. Bis zum Umzug der Geschäftsstelle im Jahr 2015 zurück nach Cottbus gelang es Sigrid mit ihrem Team insgesamt vier Mitarbeiter in der Geschäftsstelle zu etablieren. Einhergehend mit dem Ausbau des hauptamtlichen Apparates ging eine Steigerung der Mitgliederzahlen auf über 15.000, die nur möglich war, weil es uns gelungen ist, die gesamten Prozesse rund um den Behindertensport in all seinen Facetten effektiver zu gestalten.

Sigrid verstand ihre Arbeit stets unter dem Aspekt, dicht bei den Vereinen und Mitglieder zu bleiben und damit hat sie sich in allen Bereichen eine hohe Anerkennung erworben.
Mit dem Umzug der Geschäftsstelle von Templin nach Cottbus und einer fast kompletten Neuaufstellung des Präsidiums blieb sie sich treu und stellt sich mit ihrer reichen Erfahrung als Schatzmeisterin dem Verband weiterhin im Ehrenamt zur Verfügung. Neben ihrer Arbeit als Vorstandsmitglied und Übungsleiterin in ihrem Heimaltverein Templiner Reha- und Behindertensportverein e.V., war das wieder eine Mammut-Aufgabe, der sie sich mit vollem Einsatz verschrieben hat.

Leider musste Sigrid aus persönlichen Gründen eine Entscheidung treffen und ist von allen Ämtern zurückgetreten. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute und natürlich vor allem Gesundheit und hoffen, dass sie uns auch ohne ein offizielles Ehrenamt weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen wird."


Foto von Dr. Martina Münch Sigrid Finck Hans Jörg Michels
Dr. Martina Münch, Sigrid Finck und Hans Jörg Michels ©picture alliance / DBS



















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