„Von der konsequenten Anti-Doping Politik abgerückt“

Geschrieben von DBS am . Veröffentlicht in Sportnachrichten

presseWegen staatlichen Dopings wird Russland von den Paralympischen Winterspielen im März in PyeongChang (Südkorea) ausgeschlossen. Das entschied das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Montag in Bonn. Saubere Athleten können unter neutraler Flagge starten. Damit folgt das IPC der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Russland entgeht einem kompletten Ausschluss.

Das IPC sanktionierte damit das mutmaßlich staatlich organisierte Dopingsystem in Russland, das bei den Winterspielen in Sotschi vor vier Jahren seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hatte. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bedauert die Entscheidung des IPC im Fall Russland und zeigt sich enttäuscht, dass das IPC seiner Linie und dem Ausschluss der gesamten Mannschaft nicht weiter gefolgt ist.

„Die Entscheidung des IPC ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Es ist schade, dass das IPC von seiner konsequenten Anti-Doping Politik abgerückt ist. Alle bisherigen, vor der Neuwahl des IPC Boards in Abu Dhabi, gemachten Aussagen lassen einen Start von Athletinnen und Athleten aus Russland nur zu, wenn die Auflagen des Governing Boards auf der Basis des McLaren Reports erfüllt sind. Das ist aus unserer Sicht nicht vollständig erfolgt. Leider hat sich das IPC nun irgendeinem Druck gebeugt. Ein Start von Athleten aus Russland nach dem Sündenfall von Sotschi ist aus unserer Sicht ein Schlag ins Gesicht der sauberen Sportler und der manipulationsfreien Sportstrukturen“, äußerten sich DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und DBS-Vizepräsident Dr. Karl Quade unisono. Die Paralympischen Winterspiele beginnen am 9. März 2018.