Vorlesen

IDM in Berlin: 2 WR, 1 ER und 6x DR für Brandenburger

Geschrieben von Maik Zeh/BSB am . Veröffentlicht in Para Schwimmen


icon schwimmen schwarz auf weiss 250px2 Weltrekorde, 1 Europarekord und 6 Deutsche Rekorde für Brandenburger

Auch in den letzten beiden Wettkampftagen der Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin konnten die Schwimmerinnen und Schwimmer des Paralympischen Trainingsstützpunkts in Potsdam die internationale Konkurrenz mitbestimmen. Besonders im letzten Finalabschnitt des diesjährigen World Series Finals wurde es noch einmal äußerst spannend.

Nach dem Gina Böttcher (SC Potsdam) bereits im Vorlauf über 200m Lagen den Weltrekord in der Startklasse S 4 deutlich verbessern konnte, gelang es ihr im Finale mit einer beeindruckenden Steigerung auf der Schmetterlingsstrecke noch einmal den Weltrekord zu verbessern. Was sich bereits im Lagenfinale andeutete, bestätigte ich im letzten Finale des Tages. Hier sicherte sich Gina mit erneutem Europarekord über 50m Schmetterling im A Finale die Silbermedaille vor der sehbehinderten Berliner Lokalmatadoren Elena Krawzow.

Verena Schott (BPRSV) verpasste ihren Europarekord über 100m Rücken im A Finale um knapp 3/10 Sekunden und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Doch weniger als 10 Minuten später war für sie die Welt wieder in Ordnung. In ihrem 19 Rennen der viertägigen Meisterschaft sicherte sie sich über 200m Lagen im A Finale mit zwei Punkten Vorsprung den Titel als Internationaler Deutscher Meisterin. Von insgesamt drei deutschen A Final Medaillen in den paralympischen Events der kommenden Paralympics 2020 in Tokyo sicherte sich das Brandenburger Team zwei.

Die Internationalen Deutschen Meisterschaften sind in jedem Trainingsjahr der Höhepunkt vor der finalen Vorbereitung auf den internationalen Hauptwettkampf. Mit zwei Weltrekorden (Böttcher 200m Lagen und Schott 200m Rücken), einem Europarekord (Böttcher 50m Schmetterling) und sechs deutschen Rekorden (Böttcher 50m/100m/200m Freistil, Schott 100m Schmetterling und Sonntag (BPRSV) 100m Schmerling) können sich die drei Schwimmerinnen berechtigte Hoffnung auf die Teilnahmen an den Weltmeisterschaften im September in London machen.

Torben Schmidtke (SC Potsdam) sicherte sich bei seinem Comeback nach erfolgreicher Operations- und Rehaphase die Bronzemedaille in seiner Startklasse über 100m Brust. Besonders überraschend qualifizierte sich der querschnittsgelähmte Landeskader Maximilian Brabandt (SC Potsdam) für das A Finale über 150m Lagen (Startklasse S1 bis S4 ohne Schmetterling) und sicherte sich den Titel als Deutscher Meister. Ebenfalls auf dem Podest in der deutschen Jugendwertung waren Julian Hiersche (SC Potsdam) und Neuzugang Laurin Walther (SC Potsdam) häufig vertreten. Beide zusammen sicherten sich insgesamt fünf Titel in der Wertung um den Deutschen Jugendmeister.

Gesamtergebnis nach vier von vier Wettkampftagen:
In den Vorlaufwertungen sicherten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer des Paralympischen Trainingsstützpunktes in Potsdam in der internationalen Jugendwertung 2x Bronze, in der Offenen Klasse 1x Silber und 2x Bronze sowie in der Wertung der einzelnen Startklassen 12x Gold, 6x Silber und 5x Bronze.
In den internationalen Finals der Para Swimming World Series (A Finale) gewannen Verena Schott und Gina Böttcher zwei Silber und eine Bronzemedaille. Neben dem internationalen A Finale mit den zehn punktbesten Schwimmern traten in den weiteren drei Finals (B-, C-, Jugendfinale) die dreißig nächsten punktbesten Schwimmer des Vorlaufabschnitts an.

Für die nationale Wertung ergeben sich aus diesen vier Finals die deutschen Meister der offenen Klasse und die deutschen Jugendmeister. Die Schwimmer aus Brandenburg überzeugen hier mit insgesamt 8x Gold, 3x Silber und 7x Bronze (offene Klasse) sowie 6x Gold, 1x Silber und 1x Bronze (Jugendwertung).

Ergänzung:
Die internationale Wertung in den Vorläufen erfolgt in der Jugendwertung, der offenen Wertung und in den jeweiligen Startklassen. Die international punktbesten Athleten qualifizieren sich für die internationalen A-, B-, C und das Jugendfinale. Durch die startklassenübergreifende Wertung reicht mitunter ein Weltrekord nicht zum Gesamtsieg. Neben der internationalen Wertung werden in den Finals die deutschen Meister und deutschen Jugendmeister geehrt.

 Fotoquelle: Ralf Kuckuck/DBS Akademie

Verena Schott
Gina Böttcher
Verena Schott
Gina Böttcher
Verena Schott
Verena Schott