Kanuregatta in Hof 2019

Geschrieben von Gerhard Bowitzky am . Veröffentlicht in Para Kanu


icon kanu schwarz auf weiss 250pxFast schon traditionell nahmen die „Specials“ (Menschen mit geistiger Behinderung) unseres Vereins am Saisonkehraus zur Regatta in Hof vom 20. bis 22. September teil. 60 Vereine und fast 1000 aktive Kanuten hatten bei aller bestem Regattawetter die Möglichkeit, bei einem Kanufest die Saison ausklingen zu lassen. Ob Anfänger, Altersklassen Paddler (bis über 70 Jahre), Olympiasieger oder Weltmeister – die Starterfelder auf der 200-m-Strecke waren riesig und immer wieder spannend. Gäste aus der Ukraine, Ungarn, Tschechien, Österreich und der Schweiz vervollständigten die Felder.

Alle zwei Minuten erfolgte ein Start auf dem kleinen Quellitzsee bei Tauperlitz/Hof. Zu keiner Zeit gab es eine Zeitverzögerung. Großen Spaß machten vor allem die Staffeln und die Mix-Klassen, die sonst nicht so ausgetragen werden.
Unsere Athleten nahmen an den „special olympic“-Rennen und bei den Para Kanuten teil. Bei letzteren schlug sich unsere Leona Johs im Einer sehr achtbar. Die Klassifiziererin im Parakanu des Deutschen Kanu Verbandes stellte ihr und auch Sebastian Girke (der wegen einer schweren Arm- und Schulterverletzung fehlte) einen Start zur Deutschen Meisterschaft 2020 in Aussicht.
Bis auf das unified-Rennen (Sportler ohne Behinderung) im Zweier der Damen konnten alle Rennen gewonnen werden. Hier musste sich Leona mit Simone Ballenthin dem Team aus Hof geschlagen geben. Dazu ist zu bemerken, dass Simone dabei ihre „Feuertaufe“ erhielt. Es war ihr erstes Rennen bei ihrer ersten Regatta und im Gegnerboot saß eine unified-Partnerin, die im letzten Jahr noch Medaillen für Deutschland zur Weltmeisterschaft erkämpfte.
Beste Teilnehmer waren: Special-Olympic-Siegerin Leona Johs, mit drei Siegen, Olliver Meckelburg mit zwei Siegen und Justin Vandree mit einem Sieg. Weitere Siege ergangen Johannes Schwenzer und Alexander Block. Erstmalig starteten fünf Boote im professional K1. Alle Starter kamen aus unserem Verein. Sie bewiesen, dass es möglich ist, auch in Rennkajaks der Parakanuten erfolgreich an Rennen teilzunehmen.
Ein wichtiger Punkt war die Teilnahme von Sportlern, die wir bei Schnupper-Paddel-Veranstaltungen begeistern konnten und hier ihre ersten Erfahrungen mit einer Regatta machen konnten.
Wir danken der Aktion Mensch für die Unterstützung des Projektes zur Schaffung neuer Trainingsstandorte im Kanu für Menschen mit Behinderungen im Land Brandenburg. Unser Dank gilt auch dem Behinderten Sportverband Brandenburg e.V. für die Förderung von Bootsmaterial im professionellen Bereich.

Fotoquelle:Gerhard Bowitzky








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