Martina Willing schlägt erneut zu – Bronze für EM-Debütant Felix Krüsemann

Geschrieben von Ralf Paulo - Cheftrainer BSB e.V. am . Veröffentlicht in Para Leichtathletik

20180823 MartinaWilling Speer btrAm vierten Wettkampftag gab es bei der Para Leichtathletik Europameisterschaft wiederum Edelmetall für Brandenburg.
Nach Silber im Diskuswurf legte Martina Willing (BPRSV) nach: Mit dem Speer erwarf sie sich in der Klasse F55/56 erneut eine Silbermedaille.

Mit 21,34m kam sie dabei dicht an ihre Jahresbestleistung heranund musste sich nur der großen Favoritin Diana Dadzité aus Lettland geschlagen geben: „Die zweite Medaille, wieder Silber, wahrscheinlich bin ich eine kleine Silberelster. Damit bin ich sehr zufrieden, weil Gold nicht erreichbar und nach hinten auch Luft war, also alles planmäßig absolviert. Jetzt will ich Sonntag noch mal um eine Medaille kämpfen.“ Wieder eine super Leistung, zu der wir einmal mehr gratulieren können. Am Sonntag zum Abschluss wird sie sich der Konkurrenz noch im Kugelstoßen stellen und erneut versuchen, in den Medaillenkampf einzugreifen.

Foto: Martina Willing, Fotoquelle: Binh Truong/DBS

20180823 FelixKrüsemann btrFoto: Felix Krüsemann, Fotoquelle: Binh Truong/DBS

Die beste Stimmung des Abends bescherte EM-Debütant Felix Krüsemann dem Berliner Publikum, beziehungsweise dessen großer Fanclub vom RSV Stahnsdorf. Der Brandenburger war mit der drittschnellsten Zeit gemeldet und lief ein kluges Rennen über 1500m in der Klasse T38:
Er ließ dich nicht aus der Ruhe bringen und ging das schnelle Anfangstempo der beiden dominanten Franzosen nach einem kurzen Testen nicht mit. Dahinter führte der 17-Jährige konzentriert die Verfolgergruppe an, die er stets unter Kontrolle hatte. 400 Meter vor dem Ende zog er dann an und schüttelte eingangs der Zielgeraden auch den letzten Verfolger ab. „Die vorne waren zu schnell, die hinter mir zu langsam. Als Phil gestern Bronze geholt hat, war mir klar, dass ich nachlegen muss, auch wenn ich Bronze nie auf dem Schirm hatte“, sagte er in Anspielung auf Kumpel Phil Grolla, nachdem er mit seinem Fanclub auf dem Zaun gefeiert hatte. Mit 4:21,60 Minuten blieb er dabei nur 9/100 Sekunden über seiner Bestleistung.

Unser herzlicher Glückwunsch gilt ihm und seinem Trainer Martin Conrad.