Internationale Bestmarken

Geschrieben von Redakteur am . Veröffentlicht in Para Schwimmen

icon schwimmen schwarz auf weiss 250px..... und über 70 Medaillen beim World Series Final in Berlin

Mit sehr guten Leistungen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften & World Para Swimming World Series Final in Berlin konnten die Brandenburger Schwimmerinnen und Schwimmer es schaffen, insgesamt 42 internationale und 29 weitere nationale Medaillen zu gewinnen.

Mit je einem Welt- und Europarekord sowie drei deutschen Rekorden präsentierten sich Brandenburgs Paralympische Schwimmer neun Wochen vor den Europameisterschaften in Dublin in herausragender Form. Bei den im Rahmen des World Series Finals stattfindenden Deutschen Meisterschaften konnten die Schwimmerinnen und Schwimmern des Paralympischen Trainingsstützpunktes und der Sportschule Potsdam ferner noch 29 weitere Medaillen in den Deutschen Finalwertungen gewinnen. 

20180607 IDM Swimming 111130CVerena Schott, Fotoquelle: Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

Mit zwei neuen internationalen Bestmarken (Weltrekord 200m Rücken, Europarekord 100m Rücken), einem Deutscher Rekord über 100m Schmetterling und insgesamt 19 Medaillen in den nationalen und internationalen Wertungen konnte vor allem Verena Schott (BPRSV) ihre gute Form aus der Vorwoche (drei Deutsche Rekorde) vom Weltcup in England bestätigen.

Ebenfalls über die 200m Rücken konnte Gina Böttcher (SC Potsdam) einen neuen Deutschen Rekord aufstellen und sogar über 150m Lagen den einzigen deutschen Gesamtsieg im internationalen Finale einfahren. Ihr vielseitiges Talent bewies die Brandenburger EM-Kandidatin mit insgesamt 15 Goldmedaillen in den verschiedenen nationalen und internationalen Wertungen.
Einen weiteren deutschen Rekord konnte Tom Meixelsberger (BPRSV) in 50m Brust knacken und zeigte damit, dass er den Anschluss an die deutsche Spitze seiner Startklasse im Brustschwimmen zumindest über diese Distanz geschafft hat.
Jan Schreiber (SC Potsdam), der mit insgesamt 18 Starts neben Gina Böttcher (17 Starts) und Verena Schott (20 Starts) zu den Vielstartern der diesjährigen Deutschen Meisterschaften gehörte, hat leider zum Ende des Qualifikationszeitraums für die EM im August für keine große Überraschung sorgen können. Trotz einer erneuten Leistungssteigerung fehlten ihm am Ende lediglich 7/10 Sekunden zur EM-Jugend-Norm. Doppelweltmeisterin Maike Naomi Schnittger (SC Potsdam) musste leider verletzungsbedingt auf die IDM verzichten, wurde aber am Samstag zur Sportlerin des Jahres 2017 geehrt.

Mit Maike Naomi Schnittger (Trainingsgruppe Jörg Hoffmann), Verena Schott, Jasmin Beutler (SC Potsdam), Peggy Sonntag (BV Leipzig), Gina Böttcher (alle Trainingsgruppe Maik Zeh) konnten fünf Athletinnen und Athleten die EM Normen sauber knacken und können sich berechtigte Hoffnung auf ein EM-Ticket machen. Torben Schmidtke (SC Potsdam, Trainingsgruppe Dörte Paschke) - Paralympics-Medaillengewinner von Rio 2016 - der nach mehreren krankheitsbedingen Ausfällen bereits sehr gute Wettkampfleistungen zeigte, kann sich nach großen Problemen im Rahmen seiner internationalen Neuklassifizierung noch Hoffnungen auf ein EM-Ticket machen.

20180608 IDM Swimming 181137Gina Böttcher (Mitte), Fotoquelle: Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

Bei 26 Starts konnten die acht Nachwuchsschwimmer des SC Potsdam insgesamt 21 neue Bestmarken aufstellen und vier von ihnen sich für den Brandenburger Landeskader empfehlen.

In den Staffelwettbewerben konnte die Landesauswahl den Behindertensportverband Brandenburg zwei Silber- (4x50m Lagen und Freistil) und eine Bronzemedaille (4x100m Lagen Männer) gewinnen und musste sich dabei jeweils der internationalen Konkurrenz den Vortritt lassen.