Weltmeistertitel, Vize-Weltmeister und zwei Europarekorde für die Brandenburger Schwimmerinnen

Geschrieben von Maik Zeh am . Veröffentlicht in Para Schwimmen


icon schwimmen schwarz auf weiss 250pxExakt drei Jahre nach den Paralympischen Spielen in Rio 2016 und 345 Tage vor Beginn der Paralympischen Spiele in Tokyo 2020 gingen am gestrigen Sonntagabend die Para Schwimmen Weltmeisterschaften im Londoner Aquatic Center zu Ende. Mit drei Weltmeistertiteln, zwei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille sowie zwei Europarekorden eine gelungene Generalprobe für das 15-köpfige deutsche Team auf dem Weg nach Tokyo.

Erfolgreichste Athletin im Team Deutschland Paralympics war die 30-jährige Verena Schott vom BPRSV Cottbus e.V. Sie sicherte sich in einem packenden Finale über 100m Rücken in der Startklasse S6 in Europa- und Championships Rekordzeit den zweiten Weltmeistertitel ihrer Karriere. Mit Silber über 100m Brust (Startklasse SB5) und zwei sechsten Plätzen über 50m Schmetterling und 200m Lagen ein herausragendes Ergebnis, nach dem sie vor wenigen Wochen noch auf Grund anhaltender Schulterprobleme erwägt hatte, auf einen WM Start zu verzichten.

Ebenfalls einen neuen Europarekord stellte Gina Böttcher (18, SC Potsdam) auf. Im Startklassenübergreifenden Finale der Startklasse S5, in dem Sportler mit größeren Einschränkungen aus den tieferen Startklassen auch antreten dürfen, knackte Sie nicht nur erstmalig die Marke von 50 Sekunden, sondern lieferte gleichzeitig auch einen Championships Rekord für ihre Startklasse S4 ab. Mit einem vierten, einem fünften, drei sechsten Plätzen sowie einem siebten und achten Platz war die junge Potsdamerin am häufigsten für das deutsche Team im Finale. Mit ihren Leistungen konnte sie sehr zufrieden sein, auch wenn sie sich, ohne den krankheitsbedingten Ausfall in der unmittelbaren Vorbereitung, sich den Traum einer WM Medaille erfüllen wollte.

Doppeltes Unglück hatte Peggy Sonntag (20, BPRSV). Erst musste auch sie kurz vor dem Abflug zur WM eine zwei wöchige erkältungsbedingte Pause einlegen und dann wurde sie in ihrem ersten WM Finale unglücklicherweise disqualifiziert. Doch mit viel Selbstbewusstsein kämpfte sich die kleinwüchsige Athletin zurück in den Wettkampf und sicherte sich mit einem siebten Platz über 200m Lagen ihren Status als Perspektivkader im Team Deutschland Paralympics auf dem Weg nach Tokio.
Fotoquelle: DBS/NPC Germany

Verenas Freude über WM-Gold
Verena Schott mit Teamkameradin Peggy Sonntag vom BPRSV e.V.
Verena Schott auf dem Weg zur Vize-Weltmeisterin über 100m Brust
Gina Böttcher beim Start
Gina Böttcher über 100m Freistil
Verena Schott auf dem Weg zur Weltmeisterin über 100m Rücken
Goldmedaille über 100m Rücken
Peggy Sonntag über 50m Schmetterling
Verenas Freude über WM-Gold
Verenas Freude über WM-Gold










Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen