Paralympics: Medaillen Roundup (13.3.)

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PyeongChang2018 paralympic emblemErlösung, entthronender Doppelerfolg, Kontinuität und fünf Medaillen. So lauten die Schlagwörter vom vierten Wettkampftag der Paralympischen Spiele in PyeongChang.

Die Erlösung: Para Biathleten gewinnen erste Medaillen

Mit einem nahezu perfekten Lauf hat Andrea Eskau die erste Medaille für die Para Biathleten gesichert. Die 46-Jährige vom USC Magdeburg gewann Gold über die 10 Kilometer der sitzenden Athletinnen. Sie erreichte das Ziel nach 42:36.6 Minuten. Eskau hatte am Sonntag im Langlauf über 12 Kilometer Silber gewonnen. GER: 3x Gold, 3x Silber, 0x Bronze

Kurze Zeit später gewann Clara Klug die Bronzemedaille. Die 23-jährige vom PSV München kam mit nur einem Schießfehler nach 42:01.6 Minuten ins Ziel. Damit sicherte sich die Münchnerin ihre erste Medaille überhaupt bei den Paralympics. Den Wettbewerb der Athletinnen mit Sehbeeinträchtigungen gewann die Ukrainerin Oksana Shyshkova vor Mikhalina Lysowa (Neutrale Paralympische Athleten). GER: 3x Gold, 3x Silber, 1x Bronze

Enthronender Doppelerfolg: Forster stoppt Schaffelhuber

Anna-Lena Forster hat die Super-Kombination (Super-G und Slalom) in der sitzenden Disziplin gewonnen und ihr erstes paralympisches Gold geholt. „Das ist der Wahnsinn, einfach genial. Ich kann das alles noch gar nicht begreifen. Nach einem Fehler unten war ich mir nicht sicher, ob es aufgeht. Doch es hat gereicht, jetzt bin ich einfach überglücklich“, jubelte die 22-Jährige. Forster beendete die beiden Läufe nach 2:27.59 Minuten.

Mit ihrem Erfolg stoppte Forster die Siegesserie von Anna Schaffelhuber, die zuvor sieben paralympischen Rennen in Serie gewann. „Ich wusste, dass Anna-Lena im Slalom extrem stark ist und dass es daher schwer wird. Deswegen hätte ich gerne noch etwas mehr Vorsprung im Super-G herausgefahren. Doch ich gratuliere Anna-Lena von Herzen, der Sieg ist absolut verdient“, sagte die 25-jährige Monoskifahrerin. Schaffelhuber kam 2,52 Sekunden später ins Ziel und gewann die Silbermedaille. GER: 4x Gold, 4x Silber, 1x Bronze

Rothfuss mit Kontinuität

Andrea Rothfuss hat die dritte Silbermedaille im dritten Rennen geholt. In der Super-Kombination (Super-G und Slalom) der stehenden Athletinnen verhinderten mehrere kleine Fahrfehler die erste Goldmedaille in Pyeongchang. „Es war leider kein guter Slalomlauf von mir mit zu vielen kleinen Fehlern. Das hat sich dann summiert und ich habe schon beim Fahren gemerkt, dass es sehr eng werden könnte“, berichtete Rothfuss. Die Enttäuschung war zunächst groß, doch die Paralympics-Siegerin von 2014 betonte: „Wir sind bei den Paralympics und ich habe in drei Rennen dreimal Silber gewonnen – das ist keine so schlechte Bilanz.“ Rothfuss brauchte für die beiden Läufe 2:33.07 Minuten. Nach dem Super-G hatte Rothfuss noch in Fürhrung gelegen. Am Ende fehlten 0,37 Sekunden auf Mollie Jepsen aus Kanada. GER: 4x Gold, 5x Silber, 1x Bronze

Hinweis: Die Stimmen der Deutschen Sportlerinnen werden am Abend eingearbeitet.