Projektwoche bot ein abwechslungsreiches Programm, das Inklusion aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete und zum Mitmachen einlud.
Den Auftakt bildete der Besuch von sechs Spielern des FC Energie Cottbus im Café Nascherei der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand. Hier erhielten die Spieler praxisnahe Einblicke in die tägliche Arbeit vor Ort. Gemeinsame Aktivitäten, wie das Herstellen von Schokolade, zeigten, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Alltag funktioniert. Abgerundet wurde der Tag mit einer Autogrammstunde.
Am Mittwoch fand in den Räumlichkeiten des Fanprojekt Cottbus ein gemeinsamer Filmabend mit anschließendem Gespräch statt. Gezeigt wurde der Film „Wochenendrebellen“ in dem das Leben eines Jungen mit Autismus aus verschiedenen Blickwickeln beleuchtet wird. Die in der anschließenden Gesprächsrunde mit Antje Heinrich von der Initiative „Autismus Cottbus – Fachberatung und Förderung“ sowie Katrin Schiffner-Dalitz, Ansprechpartnerin für Inklusion der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand, geteilten Informationen, leisteten einen wertvollen Beitrag in Bezug auf das Verständnis für die Lebensrealitäten von Menschen mit Autismus.
Ein sportliches Highlight war das inklusive Training des BSV Gallinchen 1996 mit der U19-Mannschaft des FC Energie im Lokstadion. Fußball wurde hier zum verbindenden Element, das individuelle Voraussetzungen in den Hintergrund treten ließ. Parallel dazu gab es ein Probetraining bei „Kicken mit Handicap“, welches von den Energie-Kickern Lukas Michelbrink und Alexander Sebald begleitet wurde.
Der öffentliche inklusive Sporttag im Cottbuser Sportzentrum brachte Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und gemeinsam wurden verschiedene paralympische Sportarten ausprobiert. An den verschiedenen Stationen konnten die Besucher und Besucherinnen in die Welt des Handicap-Fußballs und anderer paralympischer Sportarten eintauchen. Beim Blindenfußball, präsentiert von zwei Spielern von Hertha BSC, wurde spürbar, wie wichtig Vertrauen und Kommunikation sind, wenn man sich nicht sehend orientieren kann. Die Spieler von „Anpfiff Hoffenheim“ zeigten eindrucksvoll, wie schwer es ist, mit nur einem Bein und zwei Unterarmstützen Fußball zu spielen. Zudem kam der Großteil der Gäste zum ersten Mal in Kontakt mit den Sportarten Para Leichtathletik, Para Radsport und Rollstuhlbasketball. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Besuch von Axel Borgmann und Mladen Cvjetinović vom FC Energie Cottbus. Beide durchliefen alle Stationen und zeigten sich schließlich beeindruckt von der Vielfalt und vom Schwierigkeitsgrad der Disziplinen.
Den krönenden Abschluss der Projektwoche bildete der Heimspieltag des FC Energie Cottbus gegen Rot-Weiss Essen. Inklusion wurde hier sichtbar gelebt: Menschen mit Behinderung unterstützten aktiv hinter den Kulissen und waren Teil des Stadionerlebnisses. Ein weiteres Highlight war der Einlauf der Mannschaft, bei dem die Kinder aus dem Projekt „Kicken mit Handicap“ die Profis auf das Spielfeld begleiteten.

Am Ende bleibt ein erinnerungswürdiges Erlebnis für die Beteiligten der Inklusionswoche. Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten wurden zusammengebracht und hatten gemeinsam Spaß. Jetzt gilt es, den Schwung mitzunehmen und das Thema nachhaltig in der Öffentlichkeit zu platzieren – für mehr Offenheit, mehr Verständnis und mehr Miteinander in der Region.








